Saxophon

Das Saxofon gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Entwickelt wurde das Saxofon von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax um 1840. Das Saxofon gehört zu den Einfachrohrblattinstrumenten. Die am häufigsten verwendeten Saxofone sind das Sopran-, das Alt-, das Tenor- und das Baritonsaxophon. Klanglich steht es zwischen den Holz- und den Blechblasgruppen und wurde ursprünglich entwickelt, um die Holzbläser in den Militärkapellen zu ergänzen.

Auch fand das Saxofon den Einzug in die Klassische ernsthafte Konzertmusik. Das Saxofon wurde im Jahr 1844 erstmals im Symphonieorchester eingesetzt. Als eines der wohl bekanntesten, seltenen Beispiele aus dem (späteren) 19. Jahrhundert gilt Georges Bizets L Arlésienne. Beispiele aus dem 20. Jahrhundert sind u. a. George Gershwins, ‹Rhapsody in Blue› und Maurice Ravels ‹Boléro›. Der deutsche Komponist Richard Strauss setzte in seiner ‹Symphonia Domestica› (1903) ein Saxofon Quartett ein. Weitere bedeutende Sololiteratur für das Saxophon sind z.B. ‹Rhapsodie für Saxophon und Orchester› (1903) von Claude Debussy und ‹Phantasie für Saxofon und Orchester› (1948) von Heitor Villa-Lobos. Trotz dieser Bemühungen konnte sich das Saxophon im Symphonie- und Opernorchester nicht durchsetzen.

Seit der Swing-Ära ist der Jazz „saxofonisiert“. Das Saxofon fand ab ca. 1920 eine grosse Verbreitung innerhalb des Jazz. Sidney Bechet, Charlie Parker, John Coltrane, Stan Getz und in neuerer Zeit David Sanborn, Barbara Thompson, Candy Dulfer, Jan Garbarek u.v.a. haben das Saxofon seither weltweit bekannt gemacht.