Instrumente

A

Akkordeon
Das Akkordeon kommt aus der Familie der Harmonika-Instrumente. Es erzeugt auf Zug und Druck denselben Ton. Das Akkordeon besteht im Wesentlichen aus drei Teilen. Diskant (rechte Seite, auf der die Melodie gespielt wird), Balg (dient der Luftführung) und Bass. (Begleitung mit Akkordwerk). Bei den grossen Instrumenten beträgt der Tonumfang auf der Diskantseite bis zu 5 Oktaven. Register ermöglichen die Auswahl verschiedener Klangfarben.

Das Akkordeon wurde 1829 zum ersten Mal als «neues» Instrument zum Patent angemeldet. Allgemein bekannt und verbreitet ist das in der Volks- und Unterhaltungsmusik beheimatete «Standartbassakkordeon». Verwandt mit dem Akkordeon ist z.B. das Bandoneon. Das Akkordeon ist als Soloinstrument genauso oft anzutreffen wie als Ensembleinstrument.

Einstiegsalter: ab ca. 7-Jahren

Miete: ab CHF 40.- pro Monat

Kauf: ab CHF 1500.—
Alphorn
Das Alphorn war lange Zeit ein Werkzeug der Hirten. Es diente dazu, die Kühe von der Weide zum Stall zu rufen, wenn es Zeit fürs Melken war. Ein Stich von 1754 zeigt, wie ein Hirte die Kühe beim Alpaufzug mit den Klängen des Alphorns für das letzte steile Wegstück motiviert. Auf einem Hinterglasbild aus dem Emmental von 1595 wird das Alphorn geblasen, vermutlich um die Kühe während des Melkens zu beruhigen. Das Alphornblasen am Abend ist ebenfalls ein traditionelles Thema in der Kunst. Dieses Spiel diente als Abendgebet und wurde vor allem in reformierten Kantonen ausgeübt, während in den deutschsprachigen katholischen Kantonen der Innerschweiz eher der Betruf verankert ist. Die Hauptfunktion des Alphorns war aber die Kommunikation mit den Sennen der benachbarten Alpen und mit den Leuten unten im Tal.

Im Verlauf der Geschichte verstummte das Alphorn als Instrument der Hirten in der Schweiz fast gänzlich. Erst mit der Romantik im 19. Jahrhundert und dem Aufleben von Folklore und Tourismus erlebte das Alphorn eine Renaissance – und wurde gar zum Nationalsymbol.

Die Tonart, in der ein Alphorn gespielt werden kann, hängt von seiner Länge ab. In der Schweiz ist das Fis/Ges-Alphorn tonangebend, das 3.5 Meter lang ist. Trotz oder eben auch wegen seiner einfachen Bauweise ist ein Alphorn ziemlich schwer zu spielen. Denn während alle anderen Blasinstrumente im Laufe der Zeit technische Weiterentwicklungen erfuhren (Grifflöcher, Ventile), hat das Alphorn bis heute seine ursprüngliche Form beibehalten. Musikerinnen und Musiker zählen das Instrument aus Holz übrigens zu den Blechbläsern - weil man ihm mit der gleichen Anblastechnik Töne entlockt. In seinem unverwechselbaren Klang jedoch vereint es die Fülle eines Blechblasinstruments mit der Weichheit eines Holzblasinstruments.

B

Blockflöte

Seit wann gibt es die Blockflöte?
Schon vor langer Zeit kannten und spielten die Leute Flöte. Bereits in der vorgeschichtlichen süd- und westeuropäischen Folklore wurde sie gespielt. Als Hirteninstrument ins Abendland gebracht, zog der Spielmann mit der Flöte durch die Strassen. Auch Troubadour genannt unterhielt er auf Märkten und Schlössern seine Zuhörer.

Wann kann man mit Blockflöten spielen beginnen?
Sobald die Finger gross genug sind, und man selber Lust dazu hat.

Was kann ich mit meinem Blockflötenspiel machen?
Man kann alleine, zu zweit oder in Gruppen spielen. Zwei oder mehrere Blockflöten zusammen klingen sehr schön, vor allem wenn Pauke und Schellentrommel sie begleiten. In einem kleinen Kammerorchester können verschiedene Instrumente zusammen musizieren: Blockflöte, Geige, Cello, Cembalo, Laute, Pauke, Trommel.

Welche Musik kann ich spielen?
Am Anfang spielt man sehr viele Lieder, so dass man mitsingen kann. Später folgen alte Tänzlein, Liebeslieder oder ganze Sonaten bis Konzerte; z.B. Musikstücke von Corelli, Telemann, Vivaldi, Bach etc. Auch heute wird wieder viel Musik komponiert für Blockflöte. Grundsätzlich kann man beinahe alles spielen; von alter Musik über Blues und Jazz bis Rock und Pop.

Wie weit kann ich es bringen mit Blockflöte spielen?
Sehr weit – Nach der Matura oder der Berufsausbildung kann man z.B. in Luzern das Konservatorium besuchen. Nachher kann man selber Blockflötenunterricht geben. Auch besteht die Möglichkeit zur Schola Cantorum Basiliensis in Basel zu gehen. Dort wird viel unterrichtet in der alten Musik.

Was kostet eine Blockflöte?
Ab ca. Fr. 90.- bis ca. Fr. 3000.-  

Bratsche
Von allen Instrumenten im Orchester ist die Bratsche mit ihren vortrefflichen Eigenschaften am längsten verkannt worden. Sie ist ebenso beweglich wie die Violine, ihre tiefen Saiten haben einen eigentümlich scharfen Ton, während die Höhe eine schmerzliche Leidenschaft ausstrahlt, und ihr im ganzen schwermütiger Charakter unterscheidet sich merklich von dem der andern Streichinstrumente.(Hector Berlioz, 1904)

E

E-Bass
Der E-Bass ist vorwiegend ein Band- Instrument und verbindet die Melodie mit dem Rhythmus. Die Bassgitarre ist sehr ähnlich wie die E-Gitarre, nur hat sie meistens 4 (manchmal auch 5 oder mehr) Saiten, die viel dicker sind als bei der E-Gitarre. Es ist ein vergleichsweises junges Instrument, welches aus der aktuellen Musik nicht mehr wegzudenken ist. Spielt in einer Band kein Bass mit, vermisst man etwas. Der E-Bass ist perfekt für jemanden, der tiefe Töne mag und gerne in einer coolen Band spielen möchte.
E-Gitarre
Die E-Gitarre ist hauptsächlich ein Band-Instrument. Sie ist in vielen Stilen der populären Musik des 20./21. Jahrhunderts (Blues, Pop, Rock, Metal, Jazz usw.) zu Hause. Vorkenntnisse auf der klassischen Gitarre sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. Da es wie bei der klassischen Gitarre auch E Gitarren in kleineren Grössen gibt, kann man früh mit dem Gitarrenunterricht beginnen.
Euphonium
Euphonium bzw. Eufonium (griechisch für „wohlklingend“) ist ein tiefes Blechblasinstrument, das aufgrund seiner konischen Mensur zur Familie der Bügelhörner gehört, wie das Flügelhorn, das Tenorhorn, das Bariton und die Tuba. In seinem Klang erinnert es auch primär an letzteres Instrument, mit dem Unterschied, dass es nicht auf den Bass-, sondern den Tenor- und Baritonbereich abzielt, weshalb es im englischen Sprachraum auch häufig als Tenor Tuba umschrieben wird. Es findet heute vor allem Verwendung in Brass-, Marching- und Concert-Bands. Im Symphonieorchester kommt es eher selten vor und ist dann meist für Soloeinlagen vorgesehen.

F

Fagott
Das Fagott ist in seiner modernen Bauart ein Holzblasinstrument aus Bergahorn mit 5 Tonlöchern und 26 Klappen. Die Tonerzeugung geschieht wie bei der Oboe durch ein doppeltes Rohrblatt, das auf den sogenannten Es-Bogen gesteckt wird. Es ist aus spanischem Schilf (lat. arundo donax) gefertigt. Die Fagottisten beziehen ihr Rohrholz zumeist aus Südfrankreich und fabrizieren ihre Rohre mit Hilfe verschiedener Hobelmaschinen und einer Reihe von Spezialwerkzeugen selbst. Die Erfindung des Fagottes liegt etwas im Dunkel der Instrumentengeschichte. Fest steht, dass es ab Mitte des 16. Jahrhunderts Vorläufer des heutigen Fagottes gab. Es waren die zweiklappigen, noch aus einem Stück gearbeiteten Dulziane, die aber bereits die beiden Parallelröhren aufwiesen, mit deren Hilfe die Luftsäule von 240 cm auf ein handliches Mass gebracht werden konnte.

Etwa hundert Jahre später gab es dann das aus vier Einzelteilen bestehende Fagott mit zunächst 4 Klappen. Wir reden heute vom Barockfagott und etliche Holzblasinstrumentenmacher stellen Kopien dieser barocken Fagotte her, die im Sinne historischer Aufführungspraxis zunehmend Verwendung finden. Dieses Fagott wird im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts mit weiteren Klappen versehen und akustischen Veränderungen unterworfen. Es zeigte sich nämlich, dass dieses klassische Fagott zwar hervorragend für Bassfunktionen, etwa im Verband mit Violoncello, Kontrabass und Orgel geeignet war, dass aber vor allem seine Höhenlage für solistische Aufgaben - die die Komponisten nun zunehmend verlangten - zu leise und zu gedeckt war. Es waren dann Johann Adam Heckel und Carl Almenräder, die im 19. Jahrhundert das moderne "deutsche" oder "Heckel-Fagott" entwickelten. Es gleicht im wesentlichen dem heutigen Fagott mit seinem grossen Ton und seiner ausgeglichenen Intonation. Es hat sich weltweit durchgesetzt, allein in Frankreich hat sich ein moderner Nachfahre des Vor-Heckelschen Fagottes gehalten: das basson ist aus Palisander, hat eine völlig andere Griffweise und klingt gedeckter und weniger kernig. Während es bis nach dem 2. Weltkrieg noch in England, Italien, Nord- und Südamerika geblasen wurde, wurde es zunehmend vom Heckel-System verdrängt und verschwidet derzeit sogar aus einigen französischen Orchestern.

G

Gesang
Die menschliche Stimme ist das erste und natürlichste Instrument, das wir haben. Dabei ist der ganze Körper beteiligt. Im Gesangsunterricht steht neben der Freude am Singen auch die Weiterentwicklung der Stimme, die Atemführung und die musikalische Arbeit im Vordergrund. Egal ob Klassik, Volksmusik oder Pop: Singen ist unglaublich vielfältig.

Einstieg ab 3. Klasse, Früheinstieg ab Kindergarten über Kinderchor möglich, Sologesang in Absprache mit Musikschule und nach Eignung auch früher. Auch Duo-Unterricht möglich.
Gitarre
Die klassischen Gitarre bietet die Möglichkeit in allen Stilen zu musizieren. Von Klassik über Folklore, bis zu moderner Musik, wie Rock und Pop, ist alles möglich. Die Gitarre kann man überall problemlos mitnehmen und spielen. Sie kann solistisch und zusammen mit anderen Instrumenten eingesetzt werden. Sie eignet sich zudem sehr gut zum Begleiten z.B. des eigenen Gesanges. Da es auch Gitarren in kleineren Grössen gibt, kann man früh mit dem Gitarrenunterricht beginnen.

H

Harfe
Die Harfe ist ein Saiteninstrument und gemäss der Tonproduktion ein Zupfinstrument. Unter den drei Grundtypen der Saiteninstrumente, die in der Hornbostel-Sachs-Systematik nach der Anordnung der Saiten auf dem Saitenträger in Harfen, Zithern und Lauten eingeteilt werden, ist die Harfe als ein zusammengesetztes Saiteninstrument definiert, bei dem die Saitenebene senkrecht zur Resonanzdecke verläuft. Die Konzertharfe als grösste Vertreterin ihrer Art ist mit 175–190 cm Höhe und meist 34–42 kg Gewicht eines der grössten und schwersten Orchesterinstrumente.

K

Klarinette
Die Klarinette ist ein Holzblasinstrument aus Grenadillholz. Der Ton wird durch Anblasen eines einfachen Rohrblatts aus Schilfrohr erzeugt, welches mit einer Zwinge auf dem Mundstück befestigt ist. Die Klarinette hat den grössten Tonumfang aller Blasinstrumente. Es gibt sie in diversen Grössen, von der hohen Es-Klarinette bis zur tiefen Bass- und Kontrabassklarinette. Am häufigsten wird die B-Klarinette gespielt. Für den frühen Einstieg gibt es auch noch kleinere Kinderklarinetten wie beispielsweise die Tigerklarinette.

Die Klarinette ist in allen Stilrichtungen und Formationen zu Hause und kann somit vielseitig eingesetzt werden. Von der Klassik bis zum Jazz, Volksmusik, Klezmer, Blasmusik, Pop usw. ist alles möglich. Die Klarinette wurde um 1700 von Johann Christoph Denner aus dem Chalumeau entwickelt. Die Klappenzahl wurde im Lauf der Jahre von zwei auf 13 erhöht. Es existieren zwei verschiedene Systeme, das französische Böhmsystem sowie das deutsche System. In der Schweiz sowie in den meisten Ländern der Welt wird das französische Böhmsystem gespielt.

Mietpreis: ca. 40.- / Monat (C- oder B-Klarinette)

Kaufpreis: ab CHF 2000

Einstieg ab 1. Klasse, Früheinstieg ab Kindergarten mit Kinderklarinette in Absprache mit der Musikschulleitung allenfalls möglich
Klavier
Das Klavier ist ein Saiten-und Tasteninstrument, das vom Cembalo und Clavichord abstammt. Das frühste Modell wurde um 1709 von Bartolomeo Cristofori gebaut. Dank einer speziellen Mechanik, bei der die Hämmerchen gegen die Saiten geschlagen werden, war es das erste Mal möglich, mit dem Anschlag die Lautstärke sehr präzise zu verändern. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Klavier zu dem Instrument, das wir heute kennen.

Dank der Unterteilung der Tasten in schwarze und weisse Farbe wird die Orientierung auf der Tastatur vereinfacht. Das breite Spektrum aus Tonhöhen und Anschlag ermöglicht unzählige Klangfarben und Differenzierungen beim Spiel. Auf modernen Flügeln findet man oft 3 Pedale. Das rechte ist das meist benutzte. Beim Betätigen dieses Pedals werden die Dämpfer von den Saiten abgehoben. Angeschlagene Töne klingen damit auch nach dem Loslassen der Taste weiter.

Wichtige klassische Komponisten für das Klavier waren unter anderem:

J.S. Bach, A. Mozart, L.v. Beethoven, R. Schumann, F. Chopin, F. Liszt, C. Debussy, S. Rachmaninoff.

Renommierte Interpreten sind:

W. Kempff, S. Richter, A. Cortot, V. Horowitz, C. Aarau, M. Perahia, M. Argerich, G. Sokolov, E. Kissin, Yuja Wang, Lang Lang etc.
Kontrabass
Der Kontrabass ist das tiefste und grösste gebräuchliche Streichinstrument. Er hat ein weites Einsatzgebiet vom modernen Sinfonieorchester über den Jazz bis hin zum ursprünglichen Rock ’n’ Roll und Rockabilly. Ein normaler Kontrabass hat vier Saiten. Im Sinfonieorchester werden auch Instrumente mit fünf Saiten eingesetzt, um den Tonumfang nach unten zu erweitern.

Der Kontrabass wird oft einfach als Bass bezeichnet, volkstümlich auch als Bassgeige. Der Name Kontrabass leitet sich von der Kontra-Oktave ab, deren Töne mit dem Instrument erzeugt werden können.
Kornett
Das Kornett gehört zu den Blechblasinstrumenten. Auch wenn es einer Trompete ähnelt, gehört es zu den Horninstrumenten. Das Kornett ist üblicherweise in B oder Es gestimmt. Es unterscheidet sich äusserlich von der Trompete - der Schalltrichter hat eine stark konische Form und das Mundstück besitzt einen tieferen Kessel. Der Klang des Kornetts klingt weicher und runder als der der Trompete. Allerdings ist der Ton nicht so umfangreich, weshalb das Spielen hoher Noten schwieriger ist.

Die Herstellung geht bis auf das Jahr 1828 zurück. Erfunden wurde es von Louis Antoine Halary, der ebenso Erfinder der Ophiklëide war. Das Kornett sollte laut Halary wie das deutsche Posthorn sein, jedoch aber Ventile besitzen. Dadurch konnte eine chromatische Tonreihe gebildet werden. Später zählte das Kornett aber nicht als neu erfundenes Instrument, sondern nur als eine Weiterentwicklung. Das Kornett wurde erst durch den Franzosen Gustave Auguste Besson bekannter, da dieser das Instrument weiterentwickelte. Um 1850 wurde das Kornett in England bekannt. Die englische Variante besass drei Pumpventile und eine Trillerklappe. Die Bögen konnten ausgetauscht werden.

Heutzutage wird das Kornett hauptsächlich in Blasorchestern, Brass Bands und Militärkapellen gespielt. Früher wurde dieses Instrument auch im Jazz gespielt. Das Kornett kann in französischen Orchestern die Trompete ersetzen. In manchen Stücken ist es sogar geeigneter als eine Trompete, zum Beispiel wenn die Streichinstrumente in kleineren Besetzungen gespielt werden. Das Kornett ist ausserdem bei Kindern und Schülern beliebt. Wegen seiner Form, kann das Instrument von Kindern leichter gehalten und gespielt werden.

O

Oboe

Instrumentenfamilie
Die Oboe ist ein Holzblasinstrument und bildet zusammen mit der Oboe d'amore, dem Englischhorn und dem Fagott die Familie der Doppelrohrblatt-Instrumente.

Tonerzeugung
Das Mundstück (Oboenrohr) besteht aus zwei Schilfrohrblättern. Die Luft wird durch das Oboenrohr geblasen und versetzt die hauchdünnen Rohrblätter in Schwingung. Diese Schwingungen erzeugen den schönen und unverwechselbaren Oboenklang.

Voraussetzungen
Eine wichtige Voraussetzung ist die Freude am Klang der Oboe. Als Einstiegsinstrument eignet sich auch die Kinderoboe. Das Zusammenspiel in kleineren und grösseren Gruppen wird früh gefördert und ist eine sinnvolle Ergänzung zum Einzelunterricht.

Einsatzmöglichkeiten
Die Oboe ist als Solo- und Orchesterinstrument in der klassischen Musik beheimatet. Sie kommt heute auch im Jazz und Pop sowie der Film- und Volksmusik zum Einsatz. Die Oboe eignet sich hervorragend für das Zusammenspiel in kleinen Kammermusikensembles bis zum grossen Sinfonieorchester.

Preise
Die Preise für Oboen variieren je nach Herkunft und Qualität stark. Neue Oboen sind ab ca. 4'000 Franken erhältlich, Kinder-Oboen und Occasionen ab ca. 2'000 Franken. Ob Kauf oder Miete: Lassen Sie sich von der Musiklehrperson beraten.

P

Panflöte
Die Panflöte ist ein Holzblasinstrument aus Bambus. Die verschieden langen Bambusrohre sind von tief nach hoch aneinandergereiht. Es gibt pro Rohr ein Ton und ein Halbton. Der Ton wird durch das Blasen über die Kante der Flöte erzeugt, wie wenn man mit einer Glasflasche ein Ton macht. Die Panflöte ist eines der Ältesten Musikinstrumente der Welt. Archäologen haben auf jedem Kontinent der Welt eine Panflöte gefunden. Eine davon, sogar in der Schweiz. Die Panflöte wurde nach dem Gott Pan aus der griechischen Mythologie benannt. Laut dieser Geschichte hat der Gott der Hirten, Pan, die Panflöte erfunden.

Heutzutage ist die Panflöte am Meisten in der traditionellen Musik aus Rumänien und Südamerika bekannt. Neben traditioneller Musik kann man aber ganz viele verschiedene Musikstile auf der Panflöte spielen: Klassische Musik, Filmmusik, Jazz, Pop-, Rockmusik und vieles mehr…

Es gibt die Panflöte in vielen verschiedenen Grössen: Es gibt eine Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass-, und Subbasspanflöte. Je nach Flöte hat man höhere, oder tiefere Töne. Aber in den meisten Fällen hat man 3 Oktaven auf dem Instrument. Kinder spielen meistens Altpanflöte und Erwachsene in den meisten Fällen entweder Alt-, oder Tenorpanflöte.

Preis: Eine Altpanflöte kostet ungefähr 700 CHF. Die meisten Hersteller bieten einen Mietkauf an.

Einstieg: Ab 8 Jahren. Je nach Wunsch ist ein früherer Einstieg nach einer Schnupperstunde möglich.
Posaune
Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument, das wegen seines weitgehend zylindrischen Rohres zu den Trompeteninstrumenten zählt. Der Ton wird mittels Anregung der natürlichen Resonanzen der Luftsäule im Instrument durch Lippenschwingungen des Bläsers an einem Mundstück erzeugt. Der italienische, französische und englische Name des Instruments „Trombone“ bedeutet wörtlich nichts anderes als „grosse Trompete“. Die Posaune entstand um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete und wurde in verschiedenen Grössen gebaut, zunächst vor allem als Alt-, Tenor- und Bassposaune. Das Besondere an diesem Instrument ist seine natürliche Klangvielfalt: mit einer Posaune kann man klare und scharfe Töne erzeugen, dass es nur so fetzt, man kann laut und volltönend spielen, aber auch weich und gefühlvoll.

Mietpreis: ca. 40.- / Monat Kaufpreis: ab 1200 CHF

Der Einstieg in den Instrumentalunterricht ist ab 2. Klasse mit Schülerinstrument möglich.

Q

Querflöte
Die Querflöte heisst so, weil man sie beim Spielen quer zu einer Seite des Kopfes hält. Sie gehört zu den Holzblasinstrumenten. Sie besteht aber heute meist aus Metall. Die Querflöte wird aus drei Teilen zusammengesetzt: Kopf-, Mittel- und Fussstück.Einen Ton kann man schon mit dem Mundstück allein erzeugen, wenn man im richtigen Winkel über das Mundstück hinwegbläst.

Die Querflöte ist ein wichtiges Solo- und Orchesterinstrument. Auch in Harmoniemusiken und verschiedenen Bands (z.B. Rockmusik, Jazz) und in der lateinamerikanischen Musik wird die Querflöte eingesetzt. Ebenfalls klingt sie alleine für sich (solo) oder im Zusammenspiel mit einem anderen Instrument wunderschön.

Die Querflöte ist in einem kleinen „Koffer“ transportierbar, man kann sie überallhin mitnehmen. Mieten oder kaufen kann man die Querflöte in einem Musikgeschäft. Auch gibt es für kleinere Arme gebogene Flötenkopfstücke, die dazu gemietet oder gekauft werden können. Somit verkürzt sich die ganze Querflöte und sie ist für kleinere Kinder einfacher zu halten.

Starten kann man mit der Querflöte gut ab der 2. Klasse, nach Absprache auch schon früher.

S

Saxophon
Das Saxofon gehört zur Familie der Holzblasinstrumente. Entwickelt wurde das Saxofon von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax um 1840. Das Saxofon gehört zu den Einfachrohrblattinstrumenten. Die am häufigsten verwendeten Saxofone sind das Sopran-, das Alt-, das Tenor- und das Baritonsaxophon. Klanglich steht es zwischen den Holz- und den Blechblasgruppen und wurde ursprünglich entwickelt, um die Holzbläser in den Militärkapellen zu ergänzen.

Auch fand das Saxofon den Einzug in die Klassische ernsthafte Konzertmusik. Das Saxofon wurde im Jahr 1844 erstmals im Symphonieorchester eingesetzt. Als eines der wohl bekanntesten, seltenen Beispiele aus dem (späteren) 19. Jahrhundert gilt Georges Bizets L Arlésienne. Beispiele aus dem 20. Jahrhundert sind u. a. George Gershwins, ‹Rhapsody in Blue› und Maurice Ravels ‹Boléro›. Der deutsche Komponist Richard Strauss setzte in seiner ‹Symphonia Domestica› (1903) ein Saxofon Quartett ein. Weitere bedeutende Sololiteratur für das Saxophon sind z.B. ‹Rhapsodie für Saxophon und Orchester› (1903) von Claude Debussy und ‹Phantasie für Saxofon und Orchester› (1948) von Heitor Villa-Lobos. Trotz dieser Bemühungen konnte sich das Saxophon im Symphonie- und Opernorchester nicht durchsetzen.

Seit der Swing-Ära ist der Jazz „saxofonisiert“. Das Saxofon fand ab ca. 1920 eine grosse Verbreitung innerhalb des Jazz. Sidney Bechet, Charlie Parker, John Coltrane, Stan Getz und in neuerer Zeit David Sanborn, Barbara Thompson, Candy Dulfer, Jan Garbarek u.v.a. haben das Saxofon seither weltweit bekannt gemacht.
Schlagzeug
Das Schlagzeug entstand in der heutigen Form in den USA um 1910 und wurde anfänglich im Jazz eingesetzt. Heute ist es im Rock, Pop, Blues usw. nicht mehr wegzudenken. Der Ton wird über Felle erzeugt welche über die Schlagzeugkessel gespannt werden. Heute sind diese meist aus Kunststoff gefertigt oder selten aus Naturfell in z.B. Jazz oder Klassischer Musik. Das Schlagzeug wird mit einer Vielzahl Stöcken oder Besen bespielt.

Kaufpreis: ca. Ab 1500.- inklusive Schlagzeugbecken und Hardware (komplettes Schlagzeug «ready to Play»)

Einstieg Ab 2.Klasse in Absprache mit Musikschullehrperson
Schwyzerörgeli
Das Schwyzerörgeli gehört zur Familie der Handzuginstrumente. Beim Schwyzerörgeli werden die Töne durch Metallzungen erzeugt. Dadurch wird Luft aus dem sogenannten «Balg» zum Schwingen gebracht. Beim Auseinanderziehen des Balges ertönen andere Töne als beim Zusammenstossen. Am weitesten verbreitet ist es in der traditionellen Volksmusik. Immer häufiger wird es aber auch in anderen Musikstilen eingesetzt, beispielsweise in der Pop- und Jazzmusik sowie in der modernen, experimentellen Volksmusik.

Die ersten Formen vom Schwyzerörgeli nannte man Langnauerli. Robert Iten aus Unterägeri (ZG) gilt als Erfinder des heutigen Schwyzerörgelis. Er brachte im Jahre 1883 alle fehlenden Töne ein und erweiterte somit das Langnauerli zum Schwyzerörgeli.

Einstiegsalter: ab ca. 7-Jahren

Miete: ab CHF 50.- pro Monat

Kauf: ab CHF 4000.- (Neuinstrument)

T

Trompete
Die Trompete mit den drei Ventilen ist rund 200 Jahre alt. Aber natürlich gibt es noch viel ältere Trompeten! Bereits vor 3500 Jahren haben die alten Ägypter eine Art Trompete aus Metall gespielt.

Die Trompete ist ein Blechblasinstrument und besteht heute aus echtem Messing. Das Material ist ganz dünn und glänzt wie Gold. Die Trompete gehört zu den Sopraninstrumenten. La Tromba, so wird sie in Italien genannt, wird in der klassische Musik, im Jazz, Blasmusik, Folklore, Rock/Pop gespielt. Es gibt berühmte Künstler wie Wynton Marsalis, André Maurice oder Miles Davis die mit der Trompete um die ganze Welt gereist sind und Konzerte gespielt haben.

Es gibt gute Trompeten schon ab 600 sFr. zu kaufen oder man kann Trompeten auch günstig oder manchmal sogar gratis bei den Musikvereinen ausleihen.
Tuba
Das tiefste der Blechblasinstrumente, mit drei oder vier Ventilen, einem becherförmigen Mundstück, in ovalen, senkrecht verlaufenden Windungen gebogenem Rohr und nach oben gerichtetem Schalltrichter. Die Tuba gehört zur Familie der Bügelhörner, die sich aus den Militärsignalhörnern entwickelt haben. Sie wurde 1835 von dem preußischen Militärsachverständigen Friedrich Wilhelm Wieprecht und dem Berliner Instrumentenbauer Carl Wilhelm Moritz entwickelt. Die Tuba hat einen Tonumfang von mehr als drei Oktaven. Sie wird meistens als Basstuba in Es oder F (1Des bis f1) oder als Kontrabasstuba in B oder C (2A bis c1) gebaut. Die B-Kontrabasstuba wird manchmal auch als "Doppeltuba" bezeichnet.

Zu ihren Vorläufern zählen der Serpent (ein S-förmiges, tiefes Holzblasinstrument mit Grifflöchern) und die Ophikleide (ein tiefes Blechblasinstrument aus der Familie der Klappenhörner). Eine Tuba mit kreisförmiger Windung ist das Helikon. Das Sousaphon ist eine Variation des Helikons. Die etwa 3,6 bis 5,4 Meter lange Röhre der Tuba verläuft überwiegend konisch, die Mensur differiert regional stark: In Frankreich und England bevorzugt man Modelle mit engerer Bohrung, im deutschsprachigen Raum und in Osteuropa Tuben mit besonders weiter Bohrung und orgelartig vollem Klangvolumen. Wagnertuben sind Instrumente mit vier Ventilen und einer engeren Bohrung. Sie wurden speziell für Richard Wagner gebaut, der für seinen Ring des Nibelungen hornähnliche Klangfarben benötigte. Anton Bruckner kombinierte die Kontrabasstuba mit den Wagnertuben in seiner 7. und 8. Symphonie.

V

Violine
Die Violine ist ein Streichinstrument aus verschiedenen Hölzern. Ihre vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen. Die erste urkundliche Erwähnung der Violine erfolgte um 1523. Violinen werden von Geigenbauern hergestellt. In der Tradition der klassischen europäischen Musik spielt die Violine eine wichtige Rolle – viele große Komponisten haben ihr bedeutende Teile ihres Schaffens gewidmet. Die Violine ist mit der Entwicklung der europäischen Musik auch in der Neuzeit eng verbunden und wurde dementsprechend reich mit Literatur beschenkt. Ihre Verwendung findet sich in beinahe allen musikalischen Stilrichtungen.

Das Violinspiel kann man bereits in sehr frühem Kindesalter erlernen. Für den frühen Beginn des Geigenspiels mit kleinen Händen und kurzen Armen gibt es angepasste Mietinstrumente. Bei den RIGI-STRINGS (gemeinsames Streichensemble der Musikschulen Küssnacht und der Seegemeinden) können so bald wie möglich wertvolle Erfahrungen beim gemeinsamen Musizieren gesammelt werden
Violoncello
Das Violoncello - der grosse Bruder der Geige - entstand 1535 in Norditalien. Es ist ein aus Holz gefertigtes Streichinstrument und wird im Sitzen gespielt. Dabei werden vier Metallsaiten mit einem Bogen aus Pferdehaaren gestrichen. Mit seinem warmen, runden Klang ist das Cello das Instrument, dessen Klang der menschlichen Stimme am nächsten kommt.

Das Cello ist ein sehr vielseitiges Instrument. Es ist eine feste Säule eines jeden Sinfonieorchesters, aber auch ein wunderbares Kammermusikinstrument. Wir hören es zum Beispiel in den berühmten Kammermusikformen Streichquartett und Klaviertrio wunderbar klingen, treffen es aber auch als Soloinstrument sowie in Cellokonzerten vom Orchester begleitet regelmässig in klassischen Konzertprogrammen an. Grosse Cellovirtuosen unserer Zeit spielen das Violoncello in den Konzertsälen überall auf der Welt. Das Cello kann aber nicht nur Klassik. Es erstaunt auch in der Volksmusik mit Schwyzerörgeli kammermusizierend oder mit vollem rockigen Sound. Aber auch für Popballaden gibt es wohl kein passenderes Instrument, als das Cello mit seinem intensiven, expressiven Klang.

Die Miete eines Cellos kostet 30.- CHF / Monat (Kindergrössen Viertel-, Halbe-, Dreiviertel-Celli) bzw. 50.- CHF / Monat (Erwachsenengrösse Ganzes Cello). Gekauft wird normalerweise erst bei der Erwachsenengrösse. Der Kauf eines Cellos bedeutet eine Investition von mehreren Tausend Franken.

Regulär können Kinder ab der zweiten Primar zum Cellounterricht angemeldet werden. Frühere Anmeldungen sind nach Absprache mit der Musikschulleitung möglich.

W

Waldhorn
Das Naturhorn, das erstmals Aufnahme in das Orchester fand, wurde um 1650 in Frankreich entwickelt und ist eine grössere Version der kleinen, sichelförmigen Hörner mit kreisförmig gewundenem Rohr. Das Jagdhorn, das Anfang des 18. Jahrhunderts im Orchester eingeführt wurde, erzeugte nur rund zwölf Töne der natürlichen Obertonreihe. Mit der Erfindung der Technik des Stopfens im Jahre 1750 wurden die Hörner leistungsfähiger. Beim Stopfen schiebt der Spieler die Hand in die Stürze des Hornes, um die Tonhöhe um einen Halbton zu ändern. Trotz dieses Fortschritts waren immer noch zusätzliche Rohrlängen erforderlich, die so genannten Bögen oder Krummbügel, um in verschiedenen Tonlagen spielen zu können. Dies machte das Instrument sehr unhandlich. Die Erfindung von Ventilen im 19. Jahrhundert revolutionierte das Horn, denn jetzt konnte der Spieler die Rohrlänge (und damit den Ton) allein durch die Bewegung eines Fingers verändern. Ein in F gestimmtes Horn mit drei Ventilen kann eine vollständige chromatische Skala über drei Oktaven erzeugen, vom B unterhalb des Bassschlüssels (eine Quinte höher notiert) an aufwärts. Heute benutzt der Hornist die Technik des Stopfens, um Intonation und Klangfarbe zu verändern. Das moderne Horn in F hat drei Ventile, kreisförmige, enge Windungen, die sich am Ende zu einem breiten Schallstück öffnen, und ein trichterförmiges Mundstück, das für den weichen, warmen Klang des Hornes verantwortlich ist. Das Doppelhorn in F und B, das um 1900 eingeführt wurde, verdrängt das F-Horn zunehmend. Es hat ein zusätzliches Ventil, um den B-Stimmbogen umzuschalten, und bietet einige technische Vorzüge. Im modernen Symphonieorchester sind in der Regel vier Hörner vertreten.