Instrumente
A
Das Akkordeon wurde 1829 zum ersten Mal als «neues» Instrument zum Patent angemeldet. Allgemein bekannt und verbreitet ist das in der Volks- und Unterhaltungsmusik beheimatete «Standartbassakkordeon». Verwandt mit dem Akkordeon ist z.B. das Bandoneon. Das Akkordeon ist als Soloinstrument genauso oft anzutreffen wie als Ensembleinstrument.
Einstiegsalter: ab ca. 7-Jahren
Miete: ab CHF 40.- pro Monat
Kauf: ab CHF 1500.—
Im Verlauf der Geschichte verstummte das Alphorn als Instrument der Hirten in der Schweiz fast gänzlich. Erst mit der Romantik im 19. Jahrhundert und dem Aufleben von Folklore und Tourismus erlebte das Alphorn eine Renaissance – und wurde gar zum Nationalsymbol.
Die Tonart, in der ein Alphorn gespielt werden kann, hängt von seiner Länge ab. In der Schweiz ist das Fis/Ges-Alphorn tonangebend, das 3.5 Meter lang ist. Trotz oder eben auch wegen seiner einfachen Bauweise ist ein Alphorn ziemlich schwer zu spielen. Denn während alle anderen Blasinstrumente im Laufe der Zeit technische Weiterentwicklungen erfuhren (Grifflöcher, Ventile), hat das Alphorn bis heute seine ursprüngliche Form beibehalten. Musikerinnen und Musiker zählen das Instrument aus Holz übrigens zu den Blechbläsern - weil man ihm mit der gleichen Anblastechnik Töne entlockt. In seinem unverwechselbaren Klang jedoch vereint es die Fülle eines Blechblasinstruments mit der Weichheit eines Holzblasinstruments.
B
Seit wann gibt es die Blockflöte?
Schon vor langer Zeit kannten und spielten die Leute Flöte. Bereits in der vorgeschichtlichen süd- und westeuropäischen Folklore wurde sie gespielt. Als Hirteninstrument ins Abendland gebracht, zog der Spielmann mit der Flöte durch die Strassen. Auch Troubadour genannt unterhielt er auf Märkten und Schlössern seine Zuhörer.
Wann kann man mit Blockflöten spielen beginnen?
Sobald die Finger gross genug sind, und man selber Lust dazu hat.
Was kann ich mit meinem Blockflötenspiel machen?
Man kann alleine, zu zweit oder in Gruppen spielen. Zwei oder mehrere Blockflöten zusammen klingen sehr schön, vor allem wenn Pauke und Schellentrommel sie begleiten. In einem kleinen Kammerorchester können verschiedene Instrumente zusammen musizieren: Blockflöte, Geige, Cello, Cembalo, Laute, Pauke, Trommel.
Welche Musik kann ich spielen?
Am Anfang spielt man sehr viele Lieder, so dass man mitsingen kann. Später folgen alte Tänzlein, Liebeslieder oder ganze Sonaten bis Konzerte; z.B. Musikstücke von Corelli, Telemann, Vivaldi, Bach etc. Auch heute wird wieder viel Musik komponiert für Blockflöte. Grundsätzlich kann man beinahe alles spielen; von alter Musik über Blues und Jazz bis Rock und Pop.
Wie weit kann ich es bringen mit Blockflöte spielen?
Sehr weit – Nach der Matura oder der Berufsausbildung kann man z.B. in Luzern das Konservatorium besuchen. Nachher kann man selber Blockflötenunterricht geben. Auch besteht die Möglichkeit zur Schola Cantorum Basiliensis in Basel zu gehen. Dort wird viel unterrichtet in der alten Musik.
Was kostet eine Blockflöte?
Ab ca. Fr. 90.- bis ca. Fr. 3000.-
E
F
Etwa hundert Jahre später gab es dann das aus vier Einzelteilen bestehende Fagott mit zunächst 4 Klappen. Wir reden heute vom Barockfagott und etliche Holzblasinstrumentenmacher stellen Kopien dieser barocken Fagotte her, die im Sinne historischer Aufführungspraxis zunehmend Verwendung finden. Dieses Fagott wird im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts mit weiteren Klappen versehen und akustischen Veränderungen unterworfen. Es zeigte sich nämlich, dass dieses klassische Fagott zwar hervorragend für Bassfunktionen, etwa im Verband mit Violoncello, Kontrabass und Orgel geeignet war, dass aber vor allem seine Höhenlage für solistische Aufgaben - die die Komponisten nun zunehmend verlangten - zu leise und zu gedeckt war. Es waren dann Johann Adam Heckel und Carl Almenräder, die im 19. Jahrhundert das moderne "deutsche" oder "Heckel-Fagott" entwickelten. Es gleicht im wesentlichen dem heutigen Fagott mit seinem grossen Ton und seiner ausgeglichenen Intonation. Es hat sich weltweit durchgesetzt, allein in Frankreich hat sich ein moderner Nachfahre des Vor-Heckelschen Fagottes gehalten: das basson ist aus Palisander, hat eine völlig andere Griffweise und klingt gedeckter und weniger kernig. Während es bis nach dem 2. Weltkrieg noch in England, Italien, Nord- und Südamerika geblasen wurde, wurde es zunehmend vom Heckel-System verdrängt und verschwidet derzeit sogar aus einigen französischen Orchestern.
G
Einstieg ab 3. Klasse, Früheinstieg ab Kindergarten über Kinderchor möglich, Sologesang in Absprache mit Musikschule und nach Eignung auch früher. Auch Duo-Unterricht möglich.
H
K
Die Klarinette ist in allen Stilrichtungen und Formationen zu Hause und kann somit vielseitig eingesetzt werden. Von der Klassik bis zum Jazz, Volksmusik, Klezmer, Blasmusik, Pop usw. ist alles möglich. Die Klarinette wurde um 1700 von Johann Christoph Denner aus dem Chalumeau entwickelt. Die Klappenzahl wurde im Lauf der Jahre von zwei auf 13 erhöht. Es existieren zwei verschiedene Systeme, das französische Böhmsystem sowie das deutsche System. In der Schweiz sowie in den meisten Ländern der Welt wird das französische Böhmsystem gespielt.
Mietpreis: ca. 40.- / Monat (C- oder B-Klarinette)
Kaufpreis: ab CHF 2000
Einstieg ab 1. Klasse, Früheinstieg ab Kindergarten mit Kinderklarinette in Absprache mit der Musikschulleitung allenfalls möglich
Dank der Unterteilung der Tasten in schwarze und weisse Farbe wird die Orientierung auf der Tastatur vereinfacht. Das breite Spektrum aus Tonhöhen und Anschlag ermöglicht unzählige Klangfarben und Differenzierungen beim Spiel. Auf modernen Flügeln findet man oft 3 Pedale. Das rechte ist das meist benutzte. Beim Betätigen dieses Pedals werden die Dämpfer von den Saiten abgehoben. Angeschlagene Töne klingen damit auch nach dem Loslassen der Taste weiter.
Wichtige klassische Komponisten für das Klavier waren unter anderem:
J.S. Bach, A. Mozart, L.v. Beethoven, R. Schumann, F. Chopin, F. Liszt, C. Debussy, S. Rachmaninoff.
Renommierte Interpreten sind:
W. Kempff, S. Richter, A. Cortot, V. Horowitz, C. Aarau, M. Perahia, M. Argerich, G. Sokolov, E. Kissin, Yuja Wang, Lang Lang etc.
Der Kontrabass wird oft einfach als Bass bezeichnet, volkstümlich auch als Bassgeige. Der Name Kontrabass leitet sich von der Kontra-Oktave ab, deren Töne mit dem Instrument erzeugt werden können.
Die Herstellung geht bis auf das Jahr 1828 zurück. Erfunden wurde es von Louis Antoine Halary, der ebenso Erfinder der Ophiklëide war. Das Kornett sollte laut Halary wie das deutsche Posthorn sein, jedoch aber Ventile besitzen. Dadurch konnte eine chromatische Tonreihe gebildet werden. Später zählte das Kornett aber nicht als neu erfundenes Instrument, sondern nur als eine Weiterentwicklung. Das Kornett wurde erst durch den Franzosen Gustave Auguste Besson bekannter, da dieser das Instrument weiterentwickelte. Um 1850 wurde das Kornett in England bekannt. Die englische Variante besass drei Pumpventile und eine Trillerklappe. Die Bögen konnten ausgetauscht werden.
Heutzutage wird das Kornett hauptsächlich in Blasorchestern, Brass Bands und Militärkapellen gespielt. Früher wurde dieses Instrument auch im Jazz gespielt. Das Kornett kann in französischen Orchestern die Trompete ersetzen. In manchen Stücken ist es sogar geeigneter als eine Trompete, zum Beispiel wenn die Streichinstrumente in kleineren Besetzungen gespielt werden. Das Kornett ist ausserdem bei Kindern und Schülern beliebt. Wegen seiner Form, kann das Instrument von Kindern leichter gehalten und gespielt werden.
O
Instrumentenfamilie
Die Oboe ist ein Holzblasinstrument und bildet zusammen mit der Oboe d'amore, dem Englischhorn und dem Fagott die Familie der Doppelrohrblatt-Instrumente.
Tonerzeugung
Das Mundstück (Oboenrohr) besteht aus zwei Schilfrohrblättern. Die Luft wird durch das Oboenrohr geblasen und versetzt die hauchdünnen Rohrblätter in Schwingung. Diese Schwingungen erzeugen den schönen und unverwechselbaren Oboenklang.
Voraussetzungen
Eine wichtige Voraussetzung ist die Freude am Klang der Oboe. Als Einstiegsinstrument eignet sich auch die Kinderoboe. Das Zusammenspiel in kleineren und grösseren Gruppen wird früh gefördert und ist eine sinnvolle Ergänzung zum Einzelunterricht.
Einsatzmöglichkeiten
Die Oboe ist als Solo- und Orchesterinstrument in der klassischen Musik beheimatet. Sie kommt heute auch im Jazz und Pop sowie der Film- und Volksmusik zum Einsatz. Die Oboe eignet sich hervorragend für das Zusammenspiel in kleinen Kammermusikensembles bis zum grossen Sinfonieorchester.
Preise
Die Preise für Oboen variieren je nach Herkunft und Qualität stark. Neue Oboen sind ab ca. 4'000 Franken erhältlich, Kinder-Oboen und Occasionen ab ca. 2'000 Franken. Ob Kauf oder Miete: Lassen Sie sich von der Musiklehrperson beraten.
P
Heutzutage ist die Panflöte am Meisten in der traditionellen Musik aus Rumänien und Südamerika bekannt. Neben traditioneller Musik kann man aber ganz viele verschiedene Musikstile auf der Panflöte spielen: Klassische Musik, Filmmusik, Jazz, Pop-, Rockmusik und vieles mehr…
Es gibt die Panflöte in vielen verschiedenen Grössen: Es gibt eine Sopran-, Alt-, Tenor-, Bass-, und Subbasspanflöte. Je nach Flöte hat man höhere, oder tiefere Töne. Aber in den meisten Fällen hat man 3 Oktaven auf dem Instrument. Kinder spielen meistens Altpanflöte und Erwachsene in den meisten Fällen entweder Alt-, oder Tenorpanflöte.
Preis: Eine Altpanflöte kostet ungefähr 700 CHF. Die meisten Hersteller bieten einen Mietkauf an.
Einstieg: Ab 8 Jahren. Je nach Wunsch ist ein früherer Einstieg nach einer Schnupperstunde möglich.
Mietpreis: ca. 40.- / Monat Kaufpreis: ab 1200 CHF
Der Einstieg in den Instrumentalunterricht ist ab 2. Klasse mit Schülerinstrument möglich.
Q
Die Querflöte ist ein wichtiges Solo- und Orchesterinstrument. Auch in Harmoniemusiken und verschiedenen Bands (z.B. Rockmusik, Jazz) und in der lateinamerikanischen Musik wird die Querflöte eingesetzt. Ebenfalls klingt sie alleine für sich (solo) oder im Zusammenspiel mit einem anderen Instrument wunderschön.
Die Querflöte ist in einem kleinen „Koffer“ transportierbar, man kann sie überallhin mitnehmen. Mieten oder kaufen kann man die Querflöte in einem Musikgeschäft. Auch gibt es für kleinere Arme gebogene Flötenkopfstücke, die dazu gemietet oder gekauft werden können. Somit verkürzt sich die ganze Querflöte und sie ist für kleinere Kinder einfacher zu halten.
Starten kann man mit der Querflöte gut ab der 2. Klasse, nach Absprache auch schon früher.
S
Auch fand das Saxofon den Einzug in die Klassische ernsthafte Konzertmusik. Das Saxofon wurde im Jahr 1844 erstmals im Symphonieorchester eingesetzt. Als eines der wohl bekanntesten, seltenen Beispiele aus dem (späteren) 19. Jahrhundert gilt Georges Bizets L Arlésienne. Beispiele aus dem 20. Jahrhundert sind u. a. George Gershwins, ‹Rhapsody in Blue› und Maurice Ravels ‹Boléro›. Der deutsche Komponist Richard Strauss setzte in seiner ‹Symphonia Domestica› (1903) ein Saxofon Quartett ein. Weitere bedeutende Sololiteratur für das Saxophon sind z.B. ‹Rhapsodie für Saxophon und Orchester› (1903) von Claude Debussy und ‹Phantasie für Saxofon und Orchester› (1948) von Heitor Villa-Lobos. Trotz dieser Bemühungen konnte sich das Saxophon im Symphonie- und Opernorchester nicht durchsetzen.
Seit der Swing-Ära ist der Jazz „saxofonisiert“. Das Saxofon fand ab ca. 1920 eine grosse Verbreitung innerhalb des Jazz. Sidney Bechet, Charlie Parker, John Coltrane, Stan Getz und in neuerer Zeit David Sanborn, Barbara Thompson, Candy Dulfer, Jan Garbarek u.v.a. haben das Saxofon seither weltweit bekannt gemacht.
Kaufpreis: ca. Ab 1500.- inklusive Schlagzeugbecken und Hardware (komplettes Schlagzeug «ready to Play»)
Einstieg Ab 2.Klasse in Absprache mit Musikschullehrperson
Die ersten Formen vom Schwyzerörgeli nannte man Langnauerli. Robert Iten aus Unterägeri (ZG) gilt als Erfinder des heutigen Schwyzerörgelis. Er brachte im Jahre 1883 alle fehlenden Töne ein und erweiterte somit das Langnauerli zum Schwyzerörgeli.
Einstiegsalter: ab ca. 7-Jahren
Miete: ab CHF 50.- pro Monat
Kauf: ab CHF 4000.- (Neuinstrument)
T
Die Trompete ist ein Blechblasinstrument und besteht heute aus echtem Messing. Das Material ist ganz dünn und glänzt wie Gold. Die Trompete gehört zu den Sopraninstrumenten. La Tromba, so wird sie in Italien genannt, wird in der klassische Musik, im Jazz, Blasmusik, Folklore, Rock/Pop gespielt. Es gibt berühmte Künstler wie Wynton Marsalis, André Maurice oder Miles Davis die mit der Trompete um die ganze Welt gereist sind und Konzerte gespielt haben.
Es gibt gute Trompeten schon ab 600 sFr. zu kaufen oder man kann Trompeten auch günstig oder manchmal sogar gratis bei den Musikvereinen ausleihen.
Zu ihren Vorläufern zählen der Serpent (ein S-förmiges, tiefes Holzblasinstrument mit Grifflöchern) und die Ophikleide (ein tiefes Blechblasinstrument aus der Familie der Klappenhörner). Eine Tuba mit kreisförmiger Windung ist das Helikon. Das Sousaphon ist eine Variation des Helikons. Die etwa 3,6 bis 5,4 Meter lange Röhre der Tuba verläuft überwiegend konisch, die Mensur differiert regional stark: In Frankreich und England bevorzugt man Modelle mit engerer Bohrung, im deutschsprachigen Raum und in Osteuropa Tuben mit besonders weiter Bohrung und orgelartig vollem Klangvolumen. Wagnertuben sind Instrumente mit vier Ventilen und einer engeren Bohrung. Sie wurden speziell für Richard Wagner gebaut, der für seinen Ring des Nibelungen hornähnliche Klangfarben benötigte. Anton Bruckner kombinierte die Kontrabasstuba mit den Wagnertuben in seiner 7. und 8. Symphonie.
V
Das Violinspiel kann man bereits in sehr frühem Kindesalter erlernen. Für den frühen Beginn des Geigenspiels mit kleinen Händen und kurzen Armen gibt es angepasste Mietinstrumente. Bei den RIGI-STRINGS (gemeinsames Streichensemble der Musikschulen Küssnacht und der Seegemeinden) können so bald wie möglich wertvolle Erfahrungen beim gemeinsamen Musizieren gesammelt werden
Das Cello ist ein sehr vielseitiges Instrument. Es ist eine feste Säule eines jeden Sinfonieorchesters, aber auch ein wunderbares Kammermusikinstrument. Wir hören es zum Beispiel in den berühmten Kammermusikformen Streichquartett und Klaviertrio wunderbar klingen, treffen es aber auch als Soloinstrument sowie in Cellokonzerten vom Orchester begleitet regelmässig in klassischen Konzertprogrammen an. Grosse Cellovirtuosen unserer Zeit spielen das Violoncello in den Konzertsälen überall auf der Welt. Das Cello kann aber nicht nur Klassik. Es erstaunt auch in der Volksmusik mit Schwyzerörgeli kammermusizierend oder mit vollem rockigen Sound. Aber auch für Popballaden gibt es wohl kein passenderes Instrument, als das Cello mit seinem intensiven, expressiven Klang.
Die Miete eines Cellos kostet 30.- CHF / Monat (Kindergrössen Viertel-, Halbe-, Dreiviertel-Celli) bzw. 50.- CHF / Monat (Erwachsenengrösse Ganzes Cello). Gekauft wird normalerweise erst bei der Erwachsenengrösse. Der Kauf eines Cellos bedeutet eine Investition von mehreren Tausend Franken.
Regulär können Kinder ab der zweiten Primar zum Cellounterricht angemeldet werden. Frühere Anmeldungen sind nach Absprache mit der Musikschulleitung möglich.